Ein Tatort: Bergen-Belsen
28. März – 17. Mai 2026
Sonderausstellung im Museum Lüneburg
Worum geht es?
Zuständig für das Kriegsgefangenenlager war die Wehrmacht. Das Konzentrationslager wurde von der SS betrieben. Zahlreiche Verbrechen wurden in den Lagern begangen. So wurden die Gefangenen des Kriegsgefangenenlagers und die Häftlinge des Konzentrationslagers katastrophal versorgt. Anfangs hatten sie keine Unterkünfte. Sie bekamen wenig Essen und Trinken und konnten sich nicht richtig waschen. Krankheiten breiteten sich aus. Die Gefangenen und Häftlinge wurden zu schwerer Arbeit gezwungen. Viele wurden umgebracht.
An den Verbrechen war nicht nur das Personal der Lager beteiligt, sondern auch weitere staatliche und nichtstaatliche Institutionen. Die Zivilbevölkerung billigte und unterstützte die Verbrechen. Ein System aus Lagern, Personen und Einrichtungen ermöglichte die systematische Verfolgung und Ermordung. Das geschah in ganz Deutschland. Als ein Lager von vielen, die es im deutsch beherrschten Europa gab, steht Bergen-Belsen beispielhaft für zahlreiche Tatorte und für die Ermordung von Millionen Menschen.
Die Ausstellung „Ein Tatort: Bergen-Belsen“ fragt:
- Was sind die Gründe, solche Lager zu bauen und zu betreiben?
- Wer waren die Täter und Täterinnen?
- Wer hat bei den Verbrechen mitgemacht?
- Wer war verantwortlich?
- Was wollten die Täter und Täterinnen?
- Was dachten die Täter und Täterinnen?Wovon waren sie überzeugt?
- Warum hat die Zivilbevölkerung die Verbrechen unterstützt?
- Welche Rolle hatten Institutionen?
Die Ausstellung ist im „Design für Alle“ konzipiert
App zur Ausstellung downloaden!
Die Ausstellung „Ein Tatort: Bergen-Belsen“ bietet:
- Texte in einfacher Sprache
- Videos in Deutscher Gebärdensprache
- Taktile Modelle an zentralen Punkten der Ausstellung
- Mit Rollstühlen unterfahrbare Ausstellungsmöbel
- Glossar mit Erklärungen zu schwierigen Begriffen
- Kontrastreiche Farben und gerade Kanten
im Hand- und Fußbereich zur besseren Orientierung für seheingeschränkte und blinde Menschen - Helle Farben und eine offene Gestaltung
- Begleitende App
- Leichte Sprache zum Hören und Lesen
- Eine audiodeskriptive Tour
- Alle Touren in der App können auch ohne Ausstellungsbesuch wahrgenommen werden
Für Schulen & Gruppen:
- 25 Minuten Kurzführung für 25 Euro
- Tabletts mit der vorinstallierten Begleitapp
Angebot für Gruppen & Schulen
Unsere Kurzführungen bieten Gruppen und Schulklassen einen schnellen Zugang und verbinden die Sonderausstellung mit der NS-Geschichte in Lüneburg.
In 25 Minuten erhalten Sie einen Überblick über zentrale Themen der Ausstellung, ihren Bezug zur Stadt Lüneburg und das inklusive Ausstellungskonzept.
Ideal für Schulklassen und Gruppen, die einen ersten Zugang suchen oder ihren Besuch gezielt ergänzen möchten.
Tel.: 04131 720 65 21
E-Mail: h.schuermann@museumlueneburg.de

